Der Allgemeinmediziner Dr. Wolfgang Mückstein trug bei der Angelobung als Gesundheitsminister Turnschuhe und keine Krawatte. Schon als kleines Kind lernt man, sich dem Anlass entsprechend zu kleiden. Es herrscht berichtigte Kritik, aber gemessen wird ein Minister an seinen Leistungen. Professionelles Krisenmanagement und eine wirksame Bekämpfung der Covid-19-Pandemie in Österreich erwarten die Leute. Politisch muss er die Kooperation mit dem Bundeskanzler, den Ministerkollegen und den Landeshauptleuten suchen. In seinem Ministerium laufen die Corona-Informationen zusammen, die in nachvollziehbaren Maßnahmen kommuniziert werden sollten. Hier wartet viel Arbeit auf den neuen Minister, Mängel im Gesundheitsministerium waren nicht zu übersehen. Es ist sicher nicht einfach, die perfekten Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt zu treffen, schließlich geht es um das Abwägen von persönlicher Freiheit und Gesundheit und um das Bewerten von wirtschaftlichen Nachteilen. Im Gesundheitssystem sollte das Zusammenspiel von Verwaltung, Spitälern, Teststraßen, Impfstationen, niedergelassenen Ärzten und Hilfsorganisationen usw. problemlos ablaufen. Auch die Bevölkerung muss bei den angeordneten und empfohlenen Maßnahmen voll mitmachen, um gegen Covid-19 erfolgreich zu sein. Wolfgang Mückstein ist ein Unbekannter in der Politik, und er wird es sicher mit den vielen Häuptlingen im politischen Geschehen nicht leicht haben. Im Interesse unserer Gesundheit kann man ihm nur viel Erfolg wünschen.
Kurt Gärtner, Wels
Erschienen am Fr, 23.4.2021
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