Belgien hat sich von der Debatte um US-Stürmer Folarin Balogun nicht beirren lassen und hat den Lauf der USA bei der Fußball-WM im Achtelfinale beendet. Nach einem 4:1 (2:1) gegen den Co-Gastgeber am Montag in Seattle treffen die „Roten Teufel“ in der Runde der besten acht Teams am Freitag auf Spanien. Der Europameister gewann das iberische Duell mit Portugal 1:0 (0:0), Mikel Merino traf in Dallas erst in der 91. Minute. Cristiano Ronaldo absolvierte sein letztes WM-Spiel.
Nach Diskussionen über seinen Einsatz bis zu Spielbeginn stand der von der FIFA nach seiner Roten Karte im Sechzehntelfinale begnadigte Balogun wenig überraschend in der US-Startelf. Ein Faktor sollte der Angreifer aber nicht werden. Auf dem Platz fanden die Belgier die sportlich perfekte Antwort. Für die Elf von Trainer Rudi Garcia traf Charles De Ketelaere zweimal zur Führung (9., 33.), Hans Vanaken (57.) und Romelu Lukaku (93.) ließen mit ihren Treffern keine Zweifel am Sieger aufkommen. Für die USA konnte Malik Tillman (31.) per Freistoß zwischenzeitlich ausgleichen.
Nach Kanada und Mexiko verabschiedete sich damit auch der dritte Gastgeber dieser WM im Achtelfinale aus dem Turnier. An ihre bisher gezeigten Leistungen konnten die USA nicht anschließen, während sich Belgien weiter steigerte und bei den Toren drei und vier von defensiven Patzern der Hausherren profitierte. Belgien steht erstmals seit 2018 im Viertelfinale einer WM.
Europameister Spanien weiter auf Titelkurs
Spanien darf nach dem Titelgewinn bei der Europameisterschaft auch weiter die WM-Trophäe ins Auge fassen. Die Entscheidung folgte zu Beginn der Nachspielzeit. Der eingewechselte Ferran Torres spielte den fünf Minuten zuvor ins Spiel gekommenen Merino frei, der Portugals Torhüter Diogo Costa keine Abwehrmöglichkeit ließ. Spaniens Keeper Unai Simon verlängerte seine WM-Rekord-Torsperre auf 609 Minuten.

Durch Portugals Out endete auch Cristiano Ronaldos Hoffnung auf einen WM-Titel. Der 41-jährige Superstar bestätigte danach, seine letzte WM-Partie absolviert zu haben. Verabschieden wird sich von Portugals Team auch Trainer Roberto Martinez, der nach dem Aus seinen Rücktritt erklärte. Portugal hatte 2025 im Elfmeterschießen gegen Spanien die Nations League gewonnen. In regulärer Spielzeit und Verlängerung ist der regierende Europameister nun bereits 36 Spiele unbesiegt.
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