Das freie Wort

Earth Day

Der „Earth Day“ am 22. April gab uns einmal mehr Gelegenheit, über den Zustand unseres Planeten nachzudenken. Wer mit offenen Augen den Klimawandel betrachtet, sieht, dass die Abstände zwischen den dramatischen Naturereignissen immer kürzer und die Ausmaße immer größer werden. So ist der Begriff „Jahrhundertereignis“ inzwischen vollkommen realitätsfremd! Höchste Zeit, zu begreifen, dass vielfach die Menschheit für die steigenden Katastrophen verantwortlich ist. Unsere Erde revanchiert sich dafür, wie wir mit ihr umgehen! Die Folgen von Überschwemmungen, Dürren, Hitzewellen und Stürmen führen uns vor Augen, dass es so nicht weitergehen kann! Die westliche Welt, Brasilien und besonders China haben den größten Anteil an der Verschmutzung unseres Planeten und hätten dringenden Handlungsbedarf, für eine Trendwende zu sorgen. Es ist doch verrückt, unsere Erde immer weiter zu zerstören, eine Verbesserung des Klimas weiter zu verzögern und gleichzeitig Milliarden für die Eroberung des Roten Planeten auszugeben. Sieht man die Fotos mit einer völlig unwirtlichen Landschaft auf dem Mars, müsste uns umso bewusster werden, in welchem Paradies wir leben! Mit dem „Earth Day“, an dem sich knapp 180 Länder beteiligen, sollte daran gedacht werden, dass nur in Österreich täglich 13 Hektar Grünfläche zubetoniert werden, dass weltweit Tausende Hektar Regenwald vernichtet werden und sich durch die Zerstörungen die Erderwärmung immer weiter steigert. Wir sollten uns besonders an diesem Tag fragen, welche Welt wir den nächsten Generationen hinterlassen werden.

Mag. Hans Rankl, St. Pölten

Erschienen am Fr, 23.4.2021

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