In weniger als einem Monat ist Weihnachten, und viele wollen ihre Liebsten mit einem Geschenk überraschen. Nachdem sich wegen geschlossener Geschäfte Menschenschlangen von Schnäppchenjägern erübrigen, wird der Einkaufswahnsinn heuer zu „Black Friday“ im Internet stattfinden. Der Online-Handel freut sich aufgrund der Corona-Pandemie rund um das erste Adventwochenende auf neue Umsatzrekorde. Obwohl zunehmend mehr Menschen auf diese Entwicklung mit Unbehagen reagieren, wird der Einkaufswahnsinn mit „tollsten Angeboten“ angeheizt, und die breite Masse wird auch wieder mitmachen. Schuldnerberatungen werden Hochsaison haben, wird doch durch das Versprechen hoher Prozente nicht nur viel Unnötiges gekauft, sondern auch der eigene Finanzrahmen oft weit überschritten. Wie so viele entbehrliche Ideen hat auch der vorrangig von Konsumwahn geprägte „Schwarze Freitag“ seinen Ursprung in Amerika. Amazon und Co. erwarten Umsätze in Milliardenhöhe. Geld, welches unserer am Boden liegenden Wirtschaft fehlt. Steuern für die Umsätze zahlen die Online-Giganten – wenn überhaupt – sicher nicht bei uns. Immer mehr heimische Betriebe bieten die Möglichkeit zum Online-Einkauf und hoffen auf Bestellungen. Die Unterstützung österreichischer Firmen hilft mit, dass Betriebe gestärkt und Arbeitsplätze gesichert werden. Bedenken wir, dass es bei jeder Bestellung unsere Entscheidung ist, ob wir bei österreichischen Firmen bestellen oder nicht. Ein wenig Patriotismus kann nicht schaden!
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