Die Covid-bedingte neuerliche Umstellung von Präsenz- auf Heimunterricht bringt selbstverständlich auch für Maturantinnen und Maturanten des Jahrgangs 2021 unerwartete Probleme. Sie fordern daher eine erleichterte Matura und hoffen, dass es ihnen dann ähnlich „gut“ bei den Prüfungen geht wie dem Jahrgang 2020, der ja auch monatelang keinen Präsenzunterricht hatte. Diese Forderung ist leider etwas einseitig und auch kurzsichtig. Denn in den kommenden Jahren wird sich dann sehr wohl abzeichnen, dass man die „Covid- erleichterten“ Maturajahrgänge 2020 und 2021 speziell unter zukünftigen Arbeitgebern nicht wirklich ernst nehmen und sich lieber Absolventen älterer Jahrgänge als neue Mitarbeiter/innen nehmen wird. Daher mein Rat an den Maturajahrgang 2021: Strengt euch trotz aller unerwarteter Ausfälle des Präsenzunterrichts trotzdem maximal an, organisiert euch im Netz, schreibt selbstständig mit gutem Telecoaching eurer Lehrer eure vorakademischen Arbeiten (der echte Schulbetrieb hört ohnehin Anfang Februar auf) und fordert nicht eine erleichterte Benotung eurer Leistungen, sondern ein im kommenden Herbst noch zusätzlich absolvierbares Covid-Kolleg oder -Seminar, welches euch die Möglichkeit bieten soll, nicht Gelerntes trotzdem noch gediegen zu erlernen. Die Republik sollte diese Seminare staatlich zertifizieren – sozusagen als Zusatz zum erworbenen Maturazeugnis –, um in weiterer Folge den jungen Leuten echte Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt zu gewährleisten. Herr Bundesminister Faßmann, bitte denken Sie so eine Lösung an.
Martin Krämer, per E-Mail
Erschienen am Do, 26.11.2020
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