Du heiliger Franz!
Italienisches Assisi verbietet Betteln vor Kirchen
Viele Bettler würden von professionellen kriminellen Banden ausgebeutet, Touristen und Bürger hätten sich beschwert, begründete Ricci den Schritt. Die an die Stadt grenzenden Lager von Roma und Sinti seien geräumt worden, so Ricci.
Strenges Reglement in der Stadt
Die Stadtverwaltung hat scharfe Maßnahmen zur Bewahrung der Ordnung in der Kleinstadt ergriffen, die von Millionen Touristen besucht wird. Ab 22.00 Uhr darf man vor der Basilika des Heiligen Franziskus nicht mehr aus Glasflaschen trinken und auf den Stufen der Kirche sitzen, die Beleuchtung wurde verstärkt, 60 Überwachungskameras wurden montiert. Zahlreiche freiwillige Helfer kontrollieren das historische Zentrum der umbrischen Kleinstadt. "Ziel ist, die Heiligkeit des Ortes zu bewahren", sagte der Bürgermeister.
Vatikan kritisiert Bettelverbot
Der Vatikan kritisierte das Bettelei-Verbot: "Um Almosen zu bitten, ist kein Verbrechen", erklärte Kurienkardinal Renato Raffaele Martino, der Präsident des Päpstlichen Rates der Seelsorge für Migranten und Menschen. Schließlich sei gerade Franz von Assisi für sein Leben in Armut bekannt gewesen: Als der Heilige Franz als Einsiedler außerhalb der Stadtmauern lebte, ging er selbst bettelnd von Haus zu Haus. "Natürlich gibt es so zu sagen professionelle Bettler, doch man muss immer Menschen in Not helfen. Ein Christ darf nicht wegschauen, wenn ein Bruder um Hilfe bittet. Das lehrt uns Jesus in den Evangelien", sagte Kardinal Martino.
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