Wortgefechte

Bush witzelt über McCain – Clinton fordert “Duell”

Ausland
27.04.2008 20:47
US-Präsident George W. Bush hat es sich beim Jahresempfang der White-House-Korrespondenten nicht verkneifen können, sich über seine potenziellen Nachfolger lustig zu machen. "Senator McCain ist nicht hier", sagte er am Samstag über den designierten Präsidentschaftskandidaten seiner Partei, John McCain. "Er möchte sich vermutlich ein wenig von mir distanzieren. Na ja, er ist nicht der einzige. Jenny zieht auch aus." Damit spielte Bush auf die Heiratet seiner Tochter Anfang Mai an. Unterdessen hat die demokratische Anwärterin für die Präsidentschaftskandidatur, Hillary Clinton, ihren parteiinternen Rivalen Barack Obama zu einem TV-Duell ohne Moderator aufgefordert, was Obama aber prompt abgelehnt hat.

Auch zu den demokratischen Präsidentschaftsbewerbern fand George Bush beim Empfang einige satirische Worte: "Hillary Clinton konnte nicht wegen Heckenschützenfeuer kommen und Barack Obama ist in der Kirche." Der Hintergrund: Clinton hatte kürzlich behauptet, während des Bosnien-Kriegs als First Lady unter Beschuss von Heckenschützen gekommen zu sein. Sie hat sich inzwischen für ihre falsche Darstellung öffentlich entschuldigt. Obamas langjähriger Geistlicher ist wegen negativer Äußerungen über die USA in die öffentliche Kritik geraten - und mit ihm der Kandidat.

Clinton fordert Obama zum "Duell"
Hillary Clinton will indes gegen Barack Obama in einem unmoderierten TV-Duell antreten. "Das ist mein Vorschlag: Ich biete Senator Obama an, mit mir von Angesicht zu Angesicht zu debattieren, ohne Moderator", erklärte sie am Samstag in Washington. "Jeder von uns stellt für insgesamt 90 Minuten Fragen und beantwortet sie", erklärte sie weiter. Mit Blick auf die die nächsten Vorwahlen am 6. Mai in Indiana und North Carolina sagte Clinton, sie gehe davon aus, dass die Bürger ein solches Duell sehen wollten. Immerhin hätten elf Millionen das TV-Duell vor den Vorwahlen im Bundestaat Pennsylvania gesehen. Clinton hatte am Dienstag in Pennsylvania klar gewonnen und den Vorsprung ihres Konkurrenten Obama verringert.

Es werde vor den Vorwahlen in Indiana und North Carolina am 6. Mai kein TV-Duell mehr geben, sagte Obama am Sonntag dem Fernsehsender Fox News. Dabei wies er Vorwürfe zurück, er wolle sich wegen seiner eher schwachen Vorstellung im bisher letzten Fernsehduell vor einem neuen Schlagabtausch drücken. "Ich drücke mich nicht. Aber wir hatten schon 21 Debatten."

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