Brisantes Urteil
Türkei muss griechische Zyprioten entschädigen
Der Geschäftsmann war im April 1996 Eigentümer von 51 Grundstücken geworden, die sich in der nur von der Türkei anerkannten Türkischen Republik Nordzypern befinden. Der Vorbesitzer hatte diese Grundstücke der Firma des Klägers geschenkt, dieser kann sie aber wegen der politischen Lage nicht nutzen. Der heute 79 Jahre alte zweite Kläger verlor bei der Invasion der türkischen Truppen im Nordteil der Insel im Jahre 1974 ein Haus, das er nahe des Badeortes Kyrenia besaß. Dieses Haus wurde damals von Mitgliedern der türkischen Streitkräfte in Beschlag genommen.
Die Urteile sind für Ankara politisch brisant, weil der Straßburger Gerichtshof damit die Türkei für die Folgen der Besetzung Nordzyperns verantwortlich macht. Beim Straßburger Gerichtshof sind noch hunderte ähnliche Klagen anhängig. Sie wurden von mehr als 2.000 griechischen Zyprioten eingereicht, die ebenfalls Entschädigungen fordern. Insgesamt geht es dabei nach Angaben von Diplomaten um Milliardenbeträge.
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