Postfächer leer
Warnstreiks bei der Deutschen Post
Beginnend mit der Frühschicht legten in Bayern ab 05.30 Uhr rund 50 Mitarbeiter der Postfachanlagen Kempten, München, Nürnberg, Rosenheim, Passau, Regen und Würzburg die Arbeit nieder, wie Ver.di mitteilte. Damit würden insbesondere Geschäfts- und Großkunden ihre Post am Dienstag entweder gar nicht oder sehr verspätet erhalten. Rund 150.000 Sendungen sollen davon betroffen sein.
In den hessischen Städten Frankfurt am Main, Darmstadt, Gießen und Fulda bestreikten 27 Mitarbeiter die Postfachverteilung, wie die stellvertretende Landesfachbereichsleitern von Ver.di, Vera Witte, der Nachrichtenagentur AP sagte. Insgesamt blieben 89.000 Briefe für die Postfachinhaber liegen. Betroffen ist vor allem der Geschäftskundenbereich, erklärte Witte.
Tarifverhandlungen gescheitert
Die Tarifverhandlungen zwischen Ver.di und der Deutschen Post waren am Wochenende gescheitert. In dem seit Wochen dauernden Tarifstreit will die Gewerkschaft sieben Prozent mehr Lohn und Gehalt sowie die Verlängerung des Kündigungsschutzes bis Mitte 2011 und zehn so genannte Arbeitszeitverkürzungstage pro Jahr durchsetzen. Das bisherige Angebot der Post sieht eine Lohnerhöhung von 5,5 Prozent, eine Verlängerung der Arbeitszeit um eine halbe Stunde pro Woche und eine Verlängerung des Kündigungsschutzes bis zum 30. Juni 2011 vor.
Flächendeckender Streit ab 2. Mai
Ver.di hatte erklärt, die Annahme des Post-Angebots würde die Vernichtung von 12.500 Jobs bedeuten. Ab spätestens 2. Mai will Ver.di in einen flächendeckenden und unbefristeten Streik treten.
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