"Aggressiver Akt"
Russland schoss georgische Drohne ab
Russlands Präsident Wladimir Putin reagierte mit Unverständnis. Er zeigte sich nach Angaben des Kremls gegenüber seinem Amtskollegen Michail Saakaschwili erstaunt darüber, dass Georgien "zu militärischen Zwecken die Konfliktzone Abchasien" überfliege.
"Aggressiven Akt begangen"
Ein russisches Jagdflugzeug des Typs Mig-29 war am Sonntag vom Militärstützpunkt in Gudauta in der abtrünnigen georgischen Region Abchasien abgehoben und hatte eine Drohne des georgischen Innenministeriums abgeschossen, sagte der stellvertretende Außenminister Grigol Vachadze vor Journalisten in Tiflis. "Russland hat einen aggressiven Akt gegen Georgien begangen." Nach Kreml-Angaben sprachen Saakaschwili und Putin in einem Telefonat über den Vorwurf.
Abchasien hatte sich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in einem Unabhängigkeitskrieg von Georgien gelöst und für unabhängig erklärt. Völkerrechtlich gehört Abchasien aber weiter zu Georgien, die Kaukasusrepublik ist jedoch wirtschaftlich von Russland abhängig. Moskau hatte erst vor wenigen Tagen mitgeteilt, die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Zusammenarbeit mit Abchasien vertiefen zu wollen und Tiflis damit stark verärgert.
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