Im zweiten Anlauf
Minderheitsregierung in Spanien
Seine Sozialistische Partei (PSOE) hatte die Wahl am 9. März zwar gewonnen, dabei die absolute Mehrheit aber um sieben Mandate verpasst. Im 350 Abgeordnete zählenden Parlament reichten die 169 Stimmen der Sozialisten am Freitag jedoch für die Wahl aus. Damit wird Zapatero in dieser Legislaturperiode einer Minderheitsregierung vorstehen, die sich von Fall zu Fall um Unterstützung bei den kleineren Parteien bemüht.
Besonders wichtig sind dafür zwei nationalistische Parteien aus Katalonien und dem Baskenland, die sich in der ersten Wahlrunde enthielten, so dass Zapatero die absolute Mehrheit verfehlte. Beobachter werteten dies als Signal, dass der Regierungschef die beiden Parteien nicht ignorieren darf. Mit ihrer Enthaltung in der zweiten Runde deuteten sie Kooperationsbereitschaft an und sorgten dafür, dass Zapatero die nötige einfache Mehrheit erzielte.
Arbeitslosigkeit und hohe Inflation die wichtigsten Themen
Wichtigstes Thema der neuen Regierung dürfte neben dem Umgang mit der baskischen Untergrundorganisation ETA die sich abschwächende Wirtschaft sein. Wachsende Arbeitslosigkeit, hohe Inflation und ein Ende des Baubooms bedrohen das Wachstum, das in den vergangenen Jahren stets eines der höchsten in der Europäischen Union war.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.