Tibet-Unruhen

China will Hinterbliebene der Opfer entschädigen

Ausland
29.03.2008 11:27
Nach den Unruhen in Tibet will die chinesische Regierung nun die Hinterbliebenen der zivilen Todesopfer finanziell entschädigen. Jede Familie, die bei den Unruhen in der tibetischen Hauptstadt Lhasa einen Angehörigen verloren habe, solle 200.000 Yuan (etwa 18.000 Euro) erhalten, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am späten Freitagabend unter Berufung auf die Regionalregierung.

Verletzte hätten das Recht auf eine kostenlose medizinische Behandlung. Den Menschen werde außerdem geholfen, ihre während der Proteste beschädigten Häuser und Geschäfte zu reparieren oder neu aufzubauen, hieß es weiter.

Nach offiziellen chinesischen Angaben starben bei den Protesten in Tibet 18 Zivilisten und ein Polizist. Die tibetische Exil-Regierung setzt die Opferzahl weit höher an und spricht von schätzungsweise 140 Getöteten. 

Das harte Durchgreifen der chinesischen Behörden gegen die Demonstranten in Lhasa und die anschließende Abriegelung der Region war von den westlichen Staaten heftig kritisiert worden. Es führte zudem zu einer Debatte über einen Boykott der Olympischen Sommerspiele, die die Volksrepublik im August ausrichtet.

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