Robbenschlachten
275.000 Tiere zum Fang freigegeben
Tierschützer betrachteten dies jedoch keineswegs als humane Regelung und reagierten empört. Es bedeute lediglich, dass Verbluten nun zum Bestandteil des grausamen Tötungsprozesses geworden sei, erklärte Rebecca Aldworth, Kanada-Referentin der amerikanischen Organisation für eine humane Gesellschaft. Sie zeigte sich schockiert darüber, dass ein Land, das weltweit als modern und aufgeschlossen gelte, solch "archaisches Abschlachten" weiterhin gestatte.
275.000 Tiere zum Fang freigegeben
Die Robbenjagd in Kanada beginnt am kommenden Freitag. Insgesamt sind 275.000 Tiere zum Fang freigegeben, 5.000 mehr als im vergangenen Jahr, aber 60.000 weniger als vor zwei Jahren. Die kanadische Regierung begründet die Fangerlaubnis mit einem Rückgang des Kabeljaubestands infolge einer zu großen Robbenpopulation. Tierschützer beklagen indes, dass vor allem junge Robben grausam zu Tode geprügelt werden, um Einschusslöcher im Fell zu vermeiden.
EU-Importverbot für Felle
Die Europäische Union hat den Import des weißen Fells von Robbenbabys 1983 verboten. Sie erwägt nun ein Embargo gegen alle Robbenprodukte, wie es in Belgien und den Niederlanden und auch in den USA bereits besteht. Die wichtigsten Abnehmerländer sind Norwegen, Russland und China.
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