"Müssen gewinnen"

Bush spricht sich gegen Irak-Rückzug aus

Ausland
19.03.2008 09:08
Fünf Jahre nach dem Einmarsch von US-Truppen in den Irak hat sich Präsident George W. Bush nachdrücklich gegen einen Rückzug ausgesprochen. Das würde nur die Rolle des Irans in der Region stärken, erklärte Bush nach einem vorab verbreiteten Text der Rede, die er am Mittwoch im Pentagon hält.

Trotz der "hohen Kosten an Menschenleben und Vermögen" zweifle er nicht daran, dass seine Entscheidung zum Einmarsch am 20. März 2003 richtig gewesen sei. "Die Erfolge, die wir im Irak sehen, sind unbestreitbar, und dennoch fordern einige in Washington immer noch den Rückzug", heißt es in dem Redetext. "Die Kriegskritiker können nicht länger glaubwürdig argumentieren, dass wir im Irak verlieren. Deshalb sagen sie jetzt, die Kriegskosten seien zu hoch."

Diese Ausgaben seien aber notwendig, um einen "strategischen Sieg für unsere Feinde im Irak" zu verhindern. Bei einem Abzug der US-Truppen aus dem Irak bestünde die Gefahr, dass die Terrororganisation Al Kaida sich mit Geldmitteln für Massenvernichtungswaffen versorgen würde, um die USA anzugreifen.

"Es war die richtige Entscheidung"
Auf den Beginn des Krieges zurückblickend erklärte Bush: "Nach fünf Jahren in dieser Schlacht gibt es eine verständliche Debatte darüber, ob es sich gelohnt hat, diesen Krieg zu führen, ob es sich lohnt, ihn zu gewinnen und ob wir ihn gewinnen können. Die Antworten sind für mich klar: Es war die richtige Entscheidung, Saddam Hussein zu entmachten, und dies ist ein Kampf, den Amerika gewinnen kann und muss".

"Düsterer Meilenstein"
Der demokratische Abgeordnete John Dingell bezeichnete den Jahrestag als einen "düsteren Meilenstein", der einen Anlass biete, "sich zu erinnern, wie wir in diese Situation geraten sind, und darüber nachzudenken, wie wir am besten wieder rauskommen. Die im Irak anstehenden Aufgaben wie die Teilung der politischen Macht könnten nur von den Irakern selbst gelöst werden.

Rund 4.000 Angehörige der US-Streitkräfte getötet
Seit Beginn des Irak-Kriegs sind mehrere hunderttausend Iraker und mindestens 3.990 Angehörige der US-Streitkräfte ums Leben. Die amerikanischen Steuerzahler hat der Einsatz bisher rund 500 Milliarden Dollar (320 Milliarden Euro) gekostet.

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