Bischof ermordet
Trauerfeier für Erzbischof von Mossul
Rahhos Leiche war am Donnerstag in Mossul aufgefunden worden, zwei Wochen, nachdem er von Unbekannten entführt worden war. Der Trauergottesdienst wurde im christlichen TV-Sender Ishtar TV übertragen. Dieser berichtete auch, dass die Entführer Rahho hätten zwingen wollen, seinem Glauben abzuschwören und zum Islam zu konvertieren. Doch habe dieser bis zuletzt Widerstand geleistet.
Todesursache weiter unklar
Die genaue Ursache für den Tod des Erzbischofs war am Freitag weiterhin unklar. Ein Polizeisprecher in Mossul sagte der Nachrichtenagentur Aswat al-Irak, der Leichnam des Bischofs habe keine Schusswunden aufgewiesen. Der 65-Jährige sei mindestens drei Tage tot gewesen, als seine Leiche aufgrund eines telefonischen Hinweises der Entführer gefunden wurde. Er war von den Geiselnehmern begraben worden.
Sein Tod in Geiselhaft rief bei Geistlichen und Politikern international Empörung hervor. Auch der irakische Präsident Jalal Talabani verurteilte den "abscheulichen Mord". Ministerpräsident Nuri al Maliki versprach: "Wer diese schreckliche Tat begangen hat, wird nicht vor der Justiz fliehen können." Der Präsident der kurdischen Autonomieregion, Massud Barzani, nannte Rahho eine "wichtige Persönlichkeit". Auch die Parlamentsfraktionen der radikalen schiitischen Sadr-Bewegung, der sunnitischen Konsensfront und der säkularen Nationalen Irakischen Liste drückten ihr Entsetzen aus.
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