Tödliche Nestsuche

Adebar starb in Stromleitung

Oberösterreich
13.03.2008 08:47
Zwei Störche waren das Traumpaar der Naturschutzbund-Mitglieder in der Gemeinde Steegen. Die Vögel hatten sogar dort überwintert, doch bei der Suche nach einem Nistplatz flog „Meister Adebar“ in eine Hochspannungsleitung und verbrannte. Nun hoffen die Tierfreunde auf einen Nachfolger.

„Wir haben die Störche den ganzen Winter lang begleitet, beobachtet, wie ihnen beim Fischen im Bach das Brustgefieder einfror und sogar Fischabfälle ausgelegt, damit sie durch die kalte Jahreszeit kommen“, berichtet Josef Limberger, Obmann des Naturschutzbundes OÖ: „Nun hoffen wir, dass sich eventuell wieder ein Partner für den verbliebenen Storch einfindet. Es kann aber auch sein, dass der Überlebende nun das Gebiet verlässt. Der Naturschutzbund wird mit der Gemeinde jedenfalls Nistangebote an geeigneten Stellen montieren.“

Weil die Winter immer wärmer werden, überwintern zunehmend Störche in Mitteleuropa. Grundvoraussetzung ist ein ausreichendes Nahrungsangebot. Eine große Gefahr sind die Stromleitungen.

„Leitungen werden für Vögel zur  Todesfalle“
Der Naturschutzbund-Obmann Josef Limberger (49) aus Steegen weiß, dass Stromleitungen für große Vögel lebensgefährlich sind.  

Was ist mit Ihrem Storch in Steegen passiert?
Der Vogel wollte gegen 9 Uhr abends noch sein Platzerl anfliegen. Dabei hat er zwei unterschiedliche Stromleitungen berührt und ist sofort verschmort.

Warum sind Leitungen für große Vögel so gefährlich?
Störche haben zum Beispiel eine Flügelspannweite von zwei Metern. Leider sterben so bei Zwischenlandungen viele Tiere am Zug nach Afrika. 

Foto: Josef Limberger

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