"Aus Versehen"
ISAF-Soldaten töten zwei Frauen und Kinder
Erst vor wenigen Tagen wurden nach Angaben von Bewohnern mehrere Zivilisten bei Hausdurchsuchungen von NATO-Soldaten in der südlichen Provinz Helmand getötet. Im vergangenen Jahr kamen mehr als 500 Zivilisten bei Einsätzen ausländischer Truppen ums Leben. Infolge der Vorfälle kam es dabei zu Protesten der Bevölkerung. Auch Präsident Hamid Karzai hat die ausländischen Truppen mehrfach dazu aufgerufen, Einsätze mit seiner Regierung abzusprechen.
Elf Zivilisten bei Artilleriebeschuss getötet
Pakistanische Sicherheitskräfte töteten bei einem Artillerieangriff im unruhigen Grenzgebiet zu Afghanistan nach einem Zeitungsbericht versehentlich elf Zivilisten, darunter zwei Frauen. Die pakistanische Zeitung "The News" berichtete am Mittwoch, der Artillerie- und Mörserbeschuss am Vortag habe einem mutmaßlichen Extremistenversteck im Distrikt Bajaur im halbautonomen Stammesgebiet gegolten. Augenzeugen hätten gesagt, die meisten Geschosse seien allerdings in einer Wohngegend eingeschlagen.
Anschließend seien Gefechte zwischen den paramilitärischen Truppen und den Extremisten ausgebrochen, die mehrere Stunden gedauert hätten. Beide Seiten hätten die Kämpfe für eine Stunde unterbrochen, um Anwohnern zu ermöglichen, die getöteten Zivilisten zu beerdigen und die Verwundeten aus den Häusern im Kampfgebiet heraus in Sicherheit zu bringen.
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