Crash in Venezuela

Keine Überlebenden nach Flugzeugabsturz

Ausland
22.02.2008 15:33
In Venezuela ist ein Verkehrsflugzeug mit 46 Menschen an Bord über den Anden abgestürzt. Es sind keine Überlebenden gefunden worden, teilten Rettungsmannschaften am Freitag mit, nachdem sie die Unglücksmaschine erst nach stundenlanger Suche in 4.750 Metern über dem Meeresspiegel ausfindig machen konnten.

Das Flugzeug der Gesellschaft Santa Bárbara Airlines war am Donnerstagnachmittag in Mérida, rund 500 Kilometer südöstlich von Caracas, gestartet. Es war in die Hauptstadt unterwegs, musste aber ersten Vermutungen zufolge wegen schlechten Wetters von seiner Route abweichen. Normalerweise hätte der Flug eine Stunde und zwanzig Minuten gedauert. An Bord waren nach Angaben des Zivilschutzgeneraldirektors Antonio Rivero 43 Passagiere und drei Besatzungsmitglieder.

Unglücksursache noch unklar
"Wir haben bisher keine sicheren Informationen darüber, was mit dem Flugzeug passiert ist", sagte der Chef der Fluglinie, Jorge Alvarez, im Fernsehen. Rivero teilte mit, die Behörden hätten zunächst keine Informationen darüber, ob der Pilot einen Notruf abgesetzt habe. Offizielle Angaben über die Unglücksursache gab es zunächst nicht, am Flughafen von Mérida wurde jedoch nicht ausgeschlossen, dass das Flugzeug bei schlechtem Wetter von seiner Route abgekommen sei.

Zweimotorige Propellermaschine
Bei der Maschine handelt es sich nach Angaben von Santa-Bárbara-Chef Alvarez um eine zweimotorige Propellermaschine aus franko-italienischer Produktion. Das Flugzeug sei Ende der 80er Jahre angeschafft worden und habe sämtliche Sicherheits- und Kontrollvorschriften erfüllt. 

Die Firma Santa Bárbara wurde 1995 gegründet und hatte in ihrer Geschichte bisher keine Unglücke zu verzeichnen. Außer innervenezolanischen Flügen bietet die Gesellschaft auch internationale Verbindungen nach Madrid, Miami, Aruba und Teneriffa an.

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