Deckname "Luzer"
Rassismus-Skandal um Staatsanwalt in Ungarn
Der Staatsanwalt gab seine „Deckung“ auf und trat von seinem Posten zurück, nachdem der Skandal bekannt geworden war und die Generalstaatsanwaltschaft eine Untersuchung all ihrer 3.200 Computer angeordnet hatte.
Unter dem Decknamen „Luzer“ war der Betroffene auf der Website eines in Südafrika lebenden „extremistischen Ungarn“ präsent, berichtet die Tageszeitung „Nepszava“. Dabei sei „Luzer“ zufällig von einem Chat-Teilnehmer entdeckt worden.
Disziplinarverfahren umgangen, aber Strafverfahren droht
Da die Website die IP-Adresse der beteiligten Computer bekannt gebe, sei der Weg zur Generalstaatsanwaltschaft in Budapest schnell gefunden worden. Wäre der betroffene Staatsanwalt nicht freiwillig zurückgetreten, wäre ein Disziplinarverfahren gegen ihn eröffnet und er entlassen worden, erklärte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft, Zoltan Borbely. Nun würden die Inhalte der Äußerungen des Staatsanwaltes untersucht, und danach über ein eventuelles Strafverfahren entschieden.
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