Italien-Besuch
Sohn des Al-Kaida-Chefs will Papst treffen
Omar bin Laden berichtete, dass er seit dem Jahr 2000 seinen Vater nicht mehr gesehen habe. "In diesem Jahr hielt ich mich in Afghanistan auf. Ich war 18 Jahre alt. Danach habe ich das Land verlassen und meinen Vater nicht mehr gesehen. Ich glaube nicht, dass er tot ist. Ich hätte es erfahren, die Welt hätte es erfahren. Kein Sohn wünscht sich den Tod seines Vaters", sagte Bin Laden Junior, der laut eigenen Angaben den Dialog mit dem Westen fördern will.
Zu den Anschlägen vom 11. September 2001 sagte Omar bin Laden, er halte sie persönlich für falsch. Auch der Vietnamkrieg sei nicht richtig gewesen, und das gelte auch für das, was in Palästina und im Irak vor sich gehe. Er habe Trauer angesichts der Toten vom 11. September empfunden.
Omar bin Laden sprach auch über die Lage der Frauen in arabischen Ländern. "Jedes Land hat eigene Traditionen, die respektiert werden müssen. Wir haben unsere. Wir müssen aber auch die Traditionen des Westens respektieren", sagte Bin Laden.
Der Sohn des Al-Kaida-Führers hielt sich am Montag zusammen mit seiner Frau, der doppelt so alten Britin Jane Felix-Browne, die den Namen Zaina Alsabah angenommen hat, in Rom auf. Er speiste in einem Restaurant unweit des Vatikans und logierte in einem Luxushotel im Stadtzentrum.
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