Zu Fuß über Steigung

E-Busse zu schwach: Fahrgäste müssen aussteigen

Tirol
24.01.2026 06:00

Der Weg vom Innsbrucker Schusterbergweg zum Stadtteil Arzl ist steil. Zu steil für so manchen Bus mit Elektroantrieb. Fahrgäste müssen des Öfteren aussteigen und nach oben marschieren, weil die Fahrzeuge nicht ihre volle Leistung bringen. Ein Scherz? Nein! Die Betreiber klären jetzt auf.

Mittwoch, 16.15 Uhr: Die Fahrgäste steigen aus dem E-Bus Nummer 502 auf dem Weg nach Eichat aus, um den steilen Aufstieg selbst zu Fuß zu beschreiten. Der Grund: Der eingesetzte Elektrobus hat nicht genügend Leistung, um mit den Passagieren die Steigung zu bewältigen.

Ein „Krone“-Leser beobachtete die Szene und hielt sie fest. „Ich habe von Freunden gehört, dass ihnen das in den letzten Wochen bereits mehrfach passiert ist“, so seine Schilderungen.

Auch am Mittwoch mussten die Fahrgäste aus dem Bus aussteigen und den Anstieg zu Fuß bewältigen.
Auch am Mittwoch mussten die Fahrgäste aus dem Bus aussteigen und den Anstieg zu Fuß bewältigen.(Bild: Grassmayr, Krone KREATIV)

Die „Krone“ kontaktierte daraufhin den zuständigen Verkehrsbund Tirol (VVT). Dort hieß es, dass man Unannehmlichkeiten für die Fahrgäste bedauere. Gleichzeitig verwies man auf das Verkehrsunternehmen Ledermair, das die E-Busse auf der Linie im Dezember in Betrieb genommen hat.

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Vereinzelt gibt es ein Software-Problem. Das tritt nur beim Bergauffahren auf, wodurch den Bussen ihre volle Leistung nicht freigegeben wird.

GF Alexander Ledermair

Software-Problem sorgt für keine volle Leistung
Den Grund für diese Zwischenfälle liefert schließlich Alexander Ledermair, Geschäftsführer des zuständigen Betriebes: „Vereinzelt gibt es ein Software-Problem. Das tritt nur beim Bergauffahren auf, wodurch den Bussen ihre volle Leistung nicht freigegeben wird und das zur Überhitzung führen kann.“ Das seien „Anfangsschwierigkeiten“ der Herstellerfirma.

Mit einer Lösung sei zeitnah zu rechnen. Jedoch könne der Hersteller die neue Software erst dann aktualisieren, wenn sie autorisiert ist. Dies könne bis zu zwei Monate dauern. Dazu Ledermair: „Wir rechnen damit, dass das bis Ende Februar oder Anfang März erfolgt.“ Der Hersteller habe als Notmaßnahme acht Dieselbusse zur Verfügung gestellt, die ebenfalls im Einsatz sind.

Keine Probleme auf anderen Strecken
Laut Ledermair trete das Problem nur bei der Steigung am Schusterbergweg auf. Auch dort würden die Zwischenfälle eher zur Seltenheit zählen: „Jeden Tag fahren dort zehn Busse hoch. Es ist äußerst selten.“ Solche Schwierigkeiten bei neuen Fahrzeugen würden auch bei Dieselprodukten auftreten, „da fällt es aber nicht so auf“.

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Die dort eingesetzten Fahrzeuge haben dementsprechend eine andere Version der Software im Einsatz.

Verkehrsbund Tirol

Der VVT bestätigt, dass die E-Busse auf anderen Strecken, wie etwa in Serfaus/Fiss/Ladis, problemlos laufen. Diese sind seit Mai 2024 in Betrieb. „Die dort eingesetzten Fahrzeuge haben dementsprechend eine andere Version der Software im Einsatz.“

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