"Wir glauben, dass es der größte Ausbruch in der Antarktis der vergangenen 10.000 Jahre war", sagte Hugh Corr, einer der Autoren der Studie, der Fachzeitschrift "Nature Geoscience" zufolge. Möglich wurde die Neuentdeckung durch Radaraufnahmen aus Flugzeugen heraus aus den Jahren 2004 und 2005, die auf große Asche- und Steinschichten in 100 bis 700 Meter Tiefe hindeuteten.
Es handelte sich um das erste Indiz für einen Ausbruch unter der Eisdecke überhaupt. Die Eruption, die ein großes Loch in die Eisschicht sprengte, führte den Wissenschaftern zufolge vermutlich zu einer örtlichen Gletscherschmelze und beeinflusste auch die Strömungen an benachbarten Gletschern.
Vulkan mitverantwortlich für Eisschmelze
Die Hitze, die von dem Vulkan ausgeht, habe möglicherweise zu dem in den vergangenen Jahrzehnten stark zugenommenen Abschmelzen des Gletschereises in der Gegend beigetragen, sagte der zweite Autor der Studie, David Vaughan. Den weitaus größeren Effekt habe aber vermutlich die Erderwärmung. Das generelle Dünnerwerden des Gletschereises in der Westantarktis könne nicht durch Vulkanhitze erklärt werden.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.