Wenn Eichhörnchen einen Leckerbissen übrig haben, vergraben sie ihn für schlechtere Zeiten, jeden in einem eigenen Loch. Bis zu jedes fünfte Loch ist jedoch leer, wie das Team um Steele festgestellt hat. Die Wissenschafter beobachteten die in Amerika verbreiteten Grauhörnchen (Sciurus carolinensis) dabei, wie sie Löcher gruben und anschließend nur so taten, als würden sie etwas hineinschieben. Die leeren Depots bedeckten die Nager sogar mit Erde und Blättern.
Dieses Verhalten war bei Anwesenheit von Artgenossen häufiger, berichten die Forscher. Nachdem Steele eine Gruppe Studenten losgeschickt hatte, um die Futterdepots der Grauhörnchen zu plündern, nahmen die Täuschungsmanöver der wildlebenden Nagetiere auch in Gegenwart menschlicher Beobachter zu. Ob die Nager allerdings tatsächlich die diebischen Absichten eines Menschen erkennen könnten, ist unklar.









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