26.12.2007 21:22 |

Schneechaos

Mindestens 22 Tote bei US-Schneestürmen

Im Mittleren Westen der USA haben Schneestürme mindestens 22 Menschen das Leben gekostet. Sie machten Fernstraßen nahezu unpassierbar und lösten zahlreiche Massenkarambolagen aus. Stundenlange Verspätungen auf Flughäfen und Hunderte ausgefallene Flüge stellten die Geduld Zehntausender unmittelbar vor und am Heiligen Abend auf eine harte Probe. Bis zum Mittwoch hatte sich die Lage allerdings schon wieder deutlich entspannt, wie US-Medien meldeten.

Der Wind wehte mit bis zu 142 Stundenkilometern übers Land, in der Region Chicago wurden von Meteorologen Böen von knapp 70 Stundenkilometern gemessen.

400.000 waren ohne Strom
Alleine in Chicago wurden auf dem Höhepunkt des Schneechaos' 300 Flüge gestrichen. In den Staaten Michigan und Illinois waren den Angaben zufolge zeitweise mehr als 400.000 Haushalte und Geschäfte vorübergehend ohne Strom. Am Wochenende waren weit mehr als 100 Autos in mehreren US-Bundesstaaten auf eisglatten und tief verschneiten Straßen in Massenkarambolagen verwickelt worden.

Seit Anfang des Monats sind in den USA durch Blitzeis, Kälteeinbrüche und heftige Schneefälle insgesamt mehr als 40 Menschen ums Leben gekommen. Immer wieder waren in verschiedenen Teilen des Landes Zehntausende Haushalte wegen defekter Leitungen ohne Strom.

Der Sturm brachte Teilen Wisconsins, die bereits eine 30 Zentimeter dicke Schneedecke hatten, am Sonntag weitere 30 Zentimeter Schnee. Das Wetterradar zeigte, wie die Schneeschauer von Wisconsin nach Minnesota, Michigan und Indiana weiterzogen. Im Gebiet von Madison in Wisconsin folgte ein fast vier Stunden andauernder Eisregen. "Alles hier draußen ist eine Eisbahn", beschrieb ein Polizist im Rock County die Lage.

Massenkarambolage mit 80 Fahrzeugen in Texas
Die durch die Schneestürme bedingte schlechte Sicht führte mancherorts zur Sperrung mehrerer Fernstraßen. In Texas ereignete sich ein besonders schlimmer Unfall: Bei einer Massenkarambolage krachten insgesamt 80 Fahrzeuge ineinander.

Mindestens ein Mensch kam ums Leben, unter den Unfallbeteiligten waren zahlreiche Menschen, die auf dem Weg in den Weihnachtsurlaub waren. Zahlreiche Familien hatten ihre Kinder nicht ausreichend warm angezogen. Einige Autofahrer erkannten deren Notlage und öffneten laut Polizei Weihnachtsgeschenke, um die frierenden Kinder mit wärmerer Kleidung zu versorgen.

Bilder der Karambolage findest du in der Infobox!

An einer weiteren Massenkarambolage im Nordosten von Kansas waren 30 Fahrzeuge beteiligt. Eine dritte Massenkarambolage ereignete sich im Westen von Missouri. In Minnesota kamen drei Menschen bei wetterbedingten Verkehrsunfällen ums Leben.

Der Sturm in den Großen Ebenen fegte auch über Oklahoma, Nebraska und Iowa hinweg. Die Region hatte wegen Schnees und Eises erst in der vergangenen Woche unter Stromausfällen zu leiden gehabt.

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