Schon wieder!

Daten von Führerscheinanwärtern verloren

Ausland
18.12.2007 08:12
Die britische Regierung hat nach dem Verlust von zwei CDs mit persönlichen Daten von 25 Millionen Bürgern im November am Montag eine weitere Datenpanne eingestanden. Die auf einer Festplatte im US-Bundesstaat Iowa gespeicherten Namen, Anschriften und E-Mail-Adressen von rund drei Millionen Führerscheinanwärtern seien im Mai verschwunden, erklärte Verkehrsministerin Ruth Kelly im Londoner Unterhaus. Die Daten wurden von einer Privatfirma verwaltet, die von der Führerscheinbehörde beauftragt wurde.

Ihr Ministerium habe auch die Daten zu 7.500 Fahrzeugen verloren, darunter die Namen und Adressen von deren Besitzern, sagte Kelly weiter. Sie verschwanden demnach bei der Übermittlung von Nordirland nach Wales in der Post.

Im November war der Verlust von zwei CDs mit den persönlichen Daten von 25 Millionen Personen bei der britischen Steuerbehörde bekannt geworden. Auf den CDs befinden sich die Daten von 7,25 Millionen Familien, die Kindergeld erhalten, darunter Anschrift, Geburtsdaten und Bankverbindungen. Die Datenträger verschwanden in der Hauspost auf dem Weg von der Steuerbehörde zur Rechnungsprüfungsbehörde. Finanzminister Alistair Darling sagte am Montag, erste Ermittlungen hätten einige Aufzeichnungsfehler im Umgang mit Daten in seinem Ressort ergeben. Hinweise auf Betrug als Folge des Verlusts seien nicht gefunden worden.

Der britische Premierminister Gordon Brown strebt für das Jahr 2009 die Einführung eines Personalausweises auf nationaler Ebene an. Das System soll der Verbesserung der Sicherheit und der Kontrolle der Einwanderung dienen. Der Ausweis soll biografische und biometrische Angaben enthalten. Kritiker befürchten, dass die Datensicherheit nicht gewährleistet ist.

Pensionsdaten in Japan verschwunden
Doch nicht nur in Großbritannien gehen wichtige Daten verloren. Den japanischen Behörden sind allem Anschein nach die Pensionsdaten von mindestens 8,5 Millionen Menschen verlustig gegangen. Die Betroffenen wurden seit Montag schrittweise darüber informiert, wie britische Medien mitteilten. Die Regierung hat bereits zugegeben, die Daten zu insgesamt 64 Millionen Anträgen auf Pension oder soziale Unterstützung nicht mehr finden zu können. Dies löste in der Bevölkerung einen Sturm der Entrüstung aus. Gesundheitsminister Yoichi Masuzoe versprach, der Sache auf den Grund zu gehen und die fristgerechte Auszahlung von fälligen Renten sicherzustellen.

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