Lehrer verhaftet

Australische Polizei zerschlägt Kinderporno-Ring

Ausland
16.12.2007 22:32
Die australische Polizei hat mit der Festnahme von sechs Männern einen landesweit aktiven Kinderporno-Ring zerschlagen. Die sechs Festgenommenen kämen aus allen Gesellschaftsschichten und seien teilweise Vertrauenspersonen von Kindern gewesen, erklärte die Einsatzleiterin der Abteilung zur Bekämpfung von Pädophilie und anderen Sexualverbrechen im Bundesstaat New South Wales, Helen Begg, am Sonntag in Sydney.
So gehörten zu den Verdächtigen unter anderen ein Schwimmlehrer und ein ehemaliger Polizist. Den sechs Verdächtigen wird den Angaben zufolge eine Reihe von Verbrechen zur Last gelegt, darunter die Herstellung und Verbreitung von Kinderpornos. Bei der Razzia seien mehrere Computer beschlagnahmt worden, auf denen sich tausende Kinderporno-Bilder gefunden hätten.


Die Bilder wurden nach bisherigem Ermittlungsstand zumeist außerhalb von Australien angefertigt. Kevin Zuccato von der Bundespolizei sagte, die Ermittlungen würden wahrscheinlich Festnahmen im Ausland nach sich ziehen.


Der Razzia waren elfmonatige Ermittlungen vorangegangen. Dabei sei es den Polizeibeamten gelungen, das Vertrauen der Kinderschänder zu gewinnen und sich in ihr Netzwerk einzuschleusen, so Zuccato. Die Botschaft an Pädophile laute also: "Wenn Sie denken, dass Sie im Internet anonym sind, denken Sie noch mal nach, denn Menschen, mit denen Sie dort sprechen, könnten von der Polizei sein."
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