Brutal hingerichtet
Drogen-Reporter mit 45 Schüssen getötet
Ausland
09.12.2007 19:39
Ein Reporter ist in Mexiko nach einer Hetzjagd quer durch die von Drogenkriminalität geplagte Stadt Uruapan mit 45 Schüssen getötet worden. Gerardo Garcia versuchte den Tätern auf seinem Motorrad zu entkommen, doch vor seinem Haus wurde er eingeholt und von seinen Verfolgern regelrecht hingerichtet. Das berichtete die Polizei und ein Mitarbeiter der Zeitung, für die der Journalist arbeitete. Der Vorfall ereignete sich am Samstag.
Uruapan liegt im zentralmexikanischen Bundesstaat Michoacan, wo Tausende Soldaten und Bundespolizisten im Auftrag der Regierung gegen Drogenkartelle kämpfen, die Kokain und anderes Rauschgift aus Südamerika in die USA schmuggeln. Allein im vergangenen Jahr wurden nach Angaben der Organisation Reporter ohne Grenzen in Mexiko neun Journalisten getötet, weil sie über die Drogenszene oder gewalttätige Vorfälle berichteten.
Im Juli drohte eine Drogenbande, ausländische Reporter zu ermorden, die über die Gewalt zwischen rivalisierenden Kartellen und Sicherheitskräften entlang der Grenze zwischen Mexiko und den USA berichteten. Zwei texanische Zeitungen zogen ihre Mitarbeiter daraufhin aus der Region ab.
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