Zwölf Jahre Haft
Mutter wegen Totschlags verurteilt
Die Neugeborenen waren erstickt. Wie genau die Kinder ums Leben kamen, ließ sich laut Gericht nicht mehr klären. Der 15-jährige Sohn will die Schwangerschaften nicht bemerkt haben. Auch der 40-jährige Lebensgefährte der Mutter war laut Staatsanwaltschaft offenbar arglos, da er nicht der Vater der Kinder war und sich das Paar erst 2006 kennengelernt hatte.
Die Staatsanwaltschaft hatte lebenslange Haft für die Frau wegen Mordes gefordert: Die Frau habe aus "egoistischen" und damit niederen Motiven gehandelt. Die Verteidigung hatte im Fall des Mädchens auf Freispruch plädiert, für den Tod des Buben plädierte sie auf drei Jahre Haft wegen Totschlags in einem minder schweren Fall. Die Frau habe die Neugeborenen nur unzureichend versorgt und keine medizinische Hilfe in Anspruch genommen.
Nach Aussagen von medizinischen Gutachtern waren beide Kinder lebensfähig. Der Bub soll bis zu 30 Minuten gelebt haben. Die Mutter hatte im Prozess ausgesagt, bei den Geburten ohnmächtig geworden zu sein und die Babys nach dem Erwachen tot aufgefunden zu haben.



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