29.11.2007 17:50 |

Eklat in Bolivien

Bolivianischer Minister stolpert über Bordell-Affäre

Der Kabinettschef des bolivianischen Präsidenten ist über eine handfeste Bordellaffäre gestolpert. Fotos von Abel Mamani, wie er sich bei einem Italien-Trip mit einer Prostituierten vergnügt, haben zu seiner Abberufung geführt. Die Rechnungen im Sündenpfuhl hat der enge Weggefährte von Präsident Evo Morales angeblich aus der Staatskasse bezahlt. Laut Mamani soll es sich bei den Bildern, die der bolivianischen Zeitung "El Mundo" zugespielt wurden, um Fälschungen handeln.

Nach seiner Suspendierung legte der Politiker vor seiner Frau und Präsident Morales einen Schwur ab, er wäre nie in dem Bordell gewesen. Es handele sich um eine Schmutzkampagne, um ihn aus dem Amt zu jagen. Zu den Vorwürfen, der Bordellbesuch wäre auf Staatskosten erfolgt, äußerte sich Mamani nicht öffentlich. Bolivianischen Medien zufolge soll aber gerade das der Grund für den Rauswurf des Kabinettschefs gewesen sein.

Mamani war 2005 maßgeblich an der mit Morales gemeinsam durchgeführten Demontage des früheren Präsidenten Carlos Mesa beteiligt. Mamani, ein radikaler Sozialist aus der Slumgegend von El Alto, und der Sozialist und Bauernvertreter Morales machten Mesa vor allem steigende Korruption und Kapitalismus zum Vorwurf.

Fotos gingen zehn Tage vor dem Bericht an Morales
Laut "El Mundo" sei eindeutig bewiesen, dass es sich auf den Fotos, die vor wenigen Wochen während einer Europa-Reise in Italien entstanden sein sollen, um eine Prostituierte handelt. Die Zeitung druckte auch Bilder ab, die einen sichtlich betrunkenen (und glückseligen) Mamani in Unterhosen und mit nacktem Oberkörper zeigen.

Die Fotos habe man vor zwei Wochen einem Informanten abgekauft und sie zehn Tage vor dem Erscheinen des Artikels Präsident Evo Morales zugespielt. Da man keine Reaktion erhalten habe, wurden die Bilder schließlich veröffentlicht, hieß es von "El Mundo". Der Chefredakteur der Zeitung ließ es sich nicht nehmen und zeigte die Bilder auch im Fernsehen. Die Videos kursieren auf einschlägigen Plattformen.

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