Mit Hip Hop, Reggae usw. aus Deutschland ist das ja so eine Sache. Wie soll man den Künstlern bloß ihr aufgesetztes "Gangsta"-Image abnehmen? Gar nicht, in den meisten Fällen. Schön, dass es da Ausnahmen wie Seeed gibt, die erst gar nicht mit diesem Image spielen, sondern schlicht und ergreifend großartige Musik machen.
"Music Monks" ist das zweite Album der deutschenGroßband, bestehend aus elf (!) Frontmännern, Blasorchesterund allem anderen, mit dem man sonst noch Musik machen kann. Anstattpeinlicher Gangsta-Texte wird hier herzerfrischend drauf los gereimtund das Ganze in mehr als tanzbare Reggae/Raga-Rhythmen verpackt.Die Sprache schwankt ständig zwischen Deutsch und Englischund damit hat ja nicht zuletzt der selige Falco bewiesen, dassman großen internationalen Erfolg haben kann.
Highlight auf "Music Monks" ist mit Sicherheit derfast schon hymnenhafte Titelsong, der auf diversen TV-Musiksendernmassives Airplay bekommt. Schade, dass die österreichischenRadiostationen da nicht so ganz mitgezogen haben, aber das wirdja vielleicht auch noch.
"Music Monks" zeigt auf jeden Fall ein extrem homogenesBild - eine Leistung, an der Bands mit wesentlich weniger Mitgliedern(und dementsprechend vielen Egos) oft genug scheitern. Das Albumgroovt zwölf Nummern lang smooth dahin und es fälltselbst vor dem PC schwer, nicht mit den Füßen mitzutrommeln...
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