20.11.2007 12:39 |

Immunschwäche

Zahl der Aids-Infizierten gesunken

Die Zahl der mit Aids infizierten Menschen ist nach offiziellen Zahlen vom Dienstag von fast 40 Millionen 2006 auf 33,2 Millionen gesunken. Der Rückgang dürfte allerdings vor allem auf die Bereinigung von früheren, überhöhten Schätzungen zurückzuführen sein. Erstmals gebe es aber einen Rückgang bei der weltweiten Zahl der Aids-Toten, erklärte der Leiter des HIV-Programms der WHO, Kevin De Cock.

Die Weltgesundheitsorganisation und UNAIDS stellen am Mittwoch ihren jährlichen Aids-Bericht vor. Der deutliche Rückgang geht unter anderem auf Indien zurück, wo sich die Behördenangaben in diesem Jahr über die Zahl der Infizierten von rund sechs Millionen auf drei Millionen halbierten, sowie auf neue Daten aus den afrikanischen Staaten südlich der Sahara. Die Zahl der jährlichen Neuinfektionen wird mit 2,5 Millionen angegeben, vor einigen Jahren waren es noch doppelt so viele.

Die Vereinten Nationen erklärten, es seien Fortschritte bei der Bekämpfung der Immunschwäche gemacht worden. "Es gibt einige ermutigende Punkte in den Daten", sagte De Cock. Die sinkenden Zahlen zeigten, dass einige der UNO-Strategien im Kampf gegen Aids greifen. Dagegen erklärten Kritiker wie der Epidemiologe Jim Chin von der Berkeley-Universität, dass die Bereinigung der überhöhten Zahlen überfällig gewesen sei. Zudem sei es unklar, ob der Rückgang etwas über den Erfolg der Anti-Aids-Kampagnen aussage.

Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).