07.11.2007 12:02 |

Gehirnforschung

Rätsel des "Déjà-vu"-Erlebnisses teilweise gelüftet

US-Wissenschaftler sind dem Rätsel des "Déjà-vu"-Erlebnisses ein Stück weit auf die Spur gekommen. Die Forscher von der Duke-Universität im US-Bundesstaat North Carolina fanden heraus, dass zwei verschiedene Gehirnzonen beim Wiedererkennen von Situationen eine Rolle spielen, wobei die eine Eindrücke nur vage abspeichert. Wird nur diese aktiviert, kann sie beim Betroffenen das typische Gefühl hervorrufen, etwas völlig Neues schon einmal gesehen oder erlebt zu haben, wie es in der jüngsten Ausgabe des Fachmagazins "Journal of Neurosciences" heißt.

Das menschliche Gedächtnis arbeite anders als ein Computer, schreibt der Neurologe Roberto Cabeza. "Oftmals sind die Menschen von der Wirklichkeit vergangener Ereignisse überzeugt, obwohl sie sich niemals zugetragen haben."

Bei mehreren Tests mit Freiwilligen fanden Cabeza und seine Kollegen heraus, dass eine Zone im Schläfenlappen für die Speicherung konkreter Details eines Ereignisses zuständig ist, während hingegen vage Eindrücke am Scheitelbein registriert werden.

Entwicklung für Alzheimer-Früherkennung möglich
Menschen, deren Gedächtnis sich vorwiegend auf diese Zone stützt, könnten sich deshalb von ihren Erinnerungen täuschen lassen. Die Entdeckung könnte Ärzten helfen, die Alterung des Gedächtnisses besser zu verstehen - und möglicherweise Methoden zur Früherkennung von Alzheimer zu entwickeln.

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