Mo, 16. Juli 2018

KCIA-Geständnis

24.10.2007 11:27

Südkorea gibt Kim-Dae-jung-Entführung zu

Der südkoreanische Geheimdienst hat sich zu einem der berühmtesten Entführungsfälle in der Geschichte des Landes bekannt. Die "Korean Central Intelligence Agency" (KCIA), Vorläuferin des heutigen Geheimdienstes, habe 1973 in Tokio den Oppositionsführer und späteren Staatspräsidenten und Friedensnobelpreisträger Kim Dae-jung entführt, hieß es in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht.

Man bedauere dies zutiefst. Der damalige pro-amerikanische Militärdiktator Park Chung-hee habe die Entführung zumindest indirekt gebilligt. Auch die japanische Regierung trage eine Mitschuld an dem Fall, da sie an der Vertuschung beteiligt gewesen sei.

Kim Dae-jung wurde nach der Entführung in Südkorea zum Tode verurteilt, aber wegen des massiven internationalen Drucks nicht hingerichtet. Park wurde 1979 ermordet. 1997 wurde Kim Dae-jung zum Staatspräsidenten gewählt und erhielt 2000 in Anerkennung seiner Versöhnungspolitik gegenüber Nordkorea den Friedensnobelpreis.

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