Mo, 18. Juni 2018

Großes Getümmel

15.10.2007 13:12

Enemy Territory: Quake Wars

"Battlefield" war gestern. Jetzt wartet die Eroberung des "Enemy Territory". Im Quake-Universum tobt nämlich eine erbitterte Schlacht um die Erde. Die Menschen verteidigen ihre Heimat verbissen gegen die bösartigen Strogg. Die Parts der Streitparteien übernehmen dabei menschliche Spieler und allenfalls ein paar CPU-gesteuerte Bots.

Bei "Enemy Territory: Quake Wars" handelt es sich also um ein reines Multiplayer-Game im Battlefield-Stil. Eine zusammenhänge Kampagne existiert nicht. Allein der Kampf mit und gegen Spieler aus der ganzen Welt steht im Mittelpunkt. Wobei ganz ohne Einzelspielermodus muss nicht ausgekommen werden. Die Karten können auch nur gegen Bots ausprobiert werden. Dies bietet sich allen Anfängern an, um sich in Ruhe mit den Eigenheiten des Spiels und dessen Steuerung vertraut zu machen.

Danach stürzt man sich am Besten ins große Getümmel. Neben dem Absolvieren einer speziellen Karte existieren Kampagnen, bei denen einfach mehrere Maps hintereinander erfolgreich durchgespielt werden müssen. Diejenige Partei, welche die meisten Schlachten für sich entscheidet, gewinnt.

Als Charakterklassen stehen neben Soldat, Sanitäter oder Techniker auch Field Ops und Special Ops zur Verfügung. Jeder verfügt dabei über spezielle Fähigkeiten. Während der Sanitäter Verwundete schnell wieder einsatzfähig macht, bekommt der Techniker defekte Fahrzeuge im Nu wieder flott. Er besitzt aber auch die Fähigkeit, Minen zu platzieren oder Geschützstellungen aufzubauen. Der Field Ops markiert hingegen lohnenswerte Ziele, die dann durch gezielten Artilleriebeschuss oder Bombardements in Schutt und Asche gelegt werden. Special Ops infiltriert möglichst unbemerkt das Feingebiet und können bei Bedarf auf ein Sniper-Gewehr zurückgreifen.

Während einer Schlacht muss jede Seite dann diverse Missionsziele erfüllen, die sich im Verlauf eines Kampfes dynamisch ändern. Für zusätzliche Motivation sorgt ein Bonussystem. Erfolgreiche Spieler bekommen verbesserte Fähigkeiten. Beispielsweise läuft der eigene Charakter dadurch schneller oder kann ein Ziel rascher erfassen.

Bei den Kämpfen kann natürlich auf einen Fuhrpark zurückgegriffen werden. Vom Quad bis zum Panzer ist alles vorhanden. Je nach Fahrzeugtyp finden mehrere Spieler darin Platz. So kann einer das Fahrzeug steuern, während der andere das MG bedient. Es darf auch der Luftraum, beispielsweise mit Kampfhubschraubern, unsicher gemacht werden.

Technisch präsentiert sich das Spiel sehr ordentlich. Die Balance der Einheiten ist gut gelungen. Grafisch gehört "Enemy Territory" auch eher zur oberen Liga. Allein die Explosionen hätten etwas schöner ausfallen können.

Fazit: "Enemy Territory: Quake Wars" spielt sich  im Vergleich zu "Battlefield" verdammt schnell, mitunter sogar hektisch. Für taktische Überlegungen bleibt keine Zeit. Es wird einfach gemetzelt was das Zeug hält und vor die eigenen Waffen läuft. Wer also auf ausgefeilte Taktiken keinen Wert legt, dem wird "Enemy Territory" schnell ans Herz wachsen. Besser als "Battlefield" ist es zwar nicht, aber durchaus ein ebenbürtiger Gegner.

Plattform: PC
Publisher: Activision
Krone.at-Wertung: 89 %

von Harald Kaplan

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