Mi, 20. Juni 2018

Gore for President?

13.10.2007 20:10

Friedensnobelpreisträger Gore schweigt

Der frisch gekürte Friedensnobelpreisträger Al Gore hat sich am Freitag nicht zu einer möglichen Kandidatur bei der US-Präsidentenwahl geäußert. Neun Stunden, nachdem ihm der Friedensnobelpreis zugesprochen wurde, betonte Gore vor Reportern in Palo Alto die Brisanz des Klimawandels.

Es handele sich um die gefährlichste Herausforderung, der sich die Menschheit jemals stellen musste. Er werde sich umgehend wieder an die Arbeit machen, sagte Gore, verließ den Raum und ließ die Journalisten mit ihren Fragen allein.

Der 59-Jährige ist am Freitag vom norwegischen Nobelpreiskomitee mit dem Friedensnobelpreis geehrt worden, gemeinsam mit dem UN-Klimarat. Dies löste Spekulationen aus, Gore werde sich nun doch noch um die Präsidentschaftskandidatur der Demokratischen Partei für die Wahl in einem Jahr bewerben.

"Weltweiter Umweltschützer"
Der Chef des Nobel-Komitees, Ole Danbolt Mjös, sagte bei der Bekanntgabe: "Gore und der Weltklimarat haben schon sehr früh die Gefahren der globalen Klimaänderung erkannt. Wir möchten mit unserer Entscheidung die Aufmerksamkeit für dieses Thema weiter erhöhen." Gore sei jahrelang einer der "weltweit führenden Umweltschützer" gewesen.
 
Gore, Vizepräsident unter Bill Clinton (1993-2001), ist heuer auch Oscar-Preisträger geworden: Er gewann für seinen Streifen "An Inconvenient Truth" (Eine unbequeme Wahrheit) die Auszeichnung für den besten Dokumentarfilm 2007.

Gore besucht Wien
Der US-Politiker kommt am 24. Oktober in das Wiener Arsenal, wo er im Rahmen des "mobile.futuretalk 07" über die Zukunft der Mobilität referieren wird.

Der Friedensnobelpreis ist mit umgerechnet 1,1 Millionen Euro dotiert. Er wird traditionell am 10. Dezember in Oslo überreicht. Im vergangenen Jahr erhielten der Bankier Mohammed Yunus und dessen Grameen-Bank die Auszeichnung für ihre Mikrokredite an arme Menschen.

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