10.10.2007 19:30 |

Rebellen-Konflikt

EU mahnt die Türkei zur Vernunft

Die Europäische Union hat die türkische Regierung im Konflikt um kurdische Rebellen im Nordirak zur Zurückhaltung aufgerufen. Die Sorgen der Führung in Ankara seien zwar verständlich, sagte eine Sprecherin der EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel. Dennoch müsse die Türkei die Unabhängigkeit und territoriale Integrität des Irak respektieren. Ähnlich äußerte sich das russische Außenministerium. Die USA hatten gegenüber dem NATO-Partner bereits am Vortag Bedenken gegen Militäreinsätze im irakischen Grenzgebiet geäußert.

Der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan hatte am Dienstag grünes Licht für die Militäreinsätze gegeben. Am Mittwoch bekräftigte er noch einmal, dass seine Regierung an entsprechenden Plänen arbeite, um Einsätze gegen kurdische Rebellen in der Region zu autorisieren.

Der religiös-konservative Regierungschef steht unter großem Druck der einflussreichen türkischen Armee, hart gegen kurdische Separatisten durchzugreifen. Offenbar kam es auch Mittwoch wieder zu Kämpfen zwischen dem Militär und den Rebellen. In Fernsehberichten war von einer Armee-Offensive in der Provinz Tunceli die Rede.

Dicke Luft zwischen Türken und den USA
Aber auch die USA kritisieren die Haltung der Türkei. Einerseits wegen des des Vorgehens gegen die Kurden, andererseits aber auch wegen der Weigerung der türkischen Regierung, den Völkermord an Hunderttausenden Armeniern während des Zweiten Weltkrieges durch das Osmanische Reich auch als solchen anzuerkennen.

Symbolbild

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