20.000 statt 600 Euro
Italienische Politiker flogen im Luxusliner zu GP
Die Sportbegeisterung der Italiener ist legendär. Ganz besonders, wenn es sich um den Ferrari-Heim-Grand-Prix in Monza handelt, dem jedes Jahr Tausende Tifosi live vor Ort beiwohnen. Vergangenes Wochenende trieb diese Sportbegeisterung aber seltsame Blüten: Italiens Vize-Regierungschef Francesco Rutelli, Justizminister Clemente Mastella und dessen Sohn stiegen in den "Rolls Royce" unter den italienischen Regierungsflugzeugen, einen besonders luxuriös ausgestatteten Airbus, berichtet das italienische Magazin "L'Espresso". Kostenpunkt für den kurzen Monza-Ausflug: Rund 20.000 Euro.
Der sündteure Flug mit dem Luxus-Airbus ist umso verwunderlicher, als ein herkömmlicher Linienflug gerade einmal 200 Euro pro Person gekostet hätte. Mastella rechtfertigte sich gegenüber der Zeitung "Corriere della Sera", dass ein normaler Linienflug nicht möglich gewesen sei, weil das sportbegeisterte Trio ein Risiko "für die Sicherheit der anderen Passagiere" dargestellt hätte. Stattdessen stiegen die drei Passagiere in einen speziell für die Bedürfnisse der Regierung hergerichteten Airbus mit 48 Sitzen.
Sogar der Wirtschaftsminister fliegt mit Billig-Airlines
"Corriere della Sera" wies in selben Bericht darauf hin, dass regierungsamtliche Flüge unter Ministerpräsident Romano Prodi um 45 Prozent abgenommen hätten. Selbst Wirtschaftsminister Tommaso Padoa-Schioppa nutze Billigflieger, um das Börsel der italienischen Steuerzahler zu schonen.
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