10.09.2007 14:17 |

Bloß weg

US-Bürger sind für raschen Rückzug aus Irak

In der Frage, wie es im Irak weitergehen soll, kommt die amerikanische Bevölkerung zu einer klaren Entscheidung: Die US-Truppen sollen möglichst rasch abgezogen werden. Während viele als Beginn des Abzugs nächstes Jahr befürworten, schlagen andere diesbezüglich eine schnellere Vorgehensweise vor.
Fast zwei Drittel der Amerikaner meinen laut einer aktuellen Umfrage der "New York Times", dass die US-Truppen im Irak abgezogen oder zumindest stark reduziert werden sollen. Auf die Frage, ob dabei ein Zeitlimit gesetzt werden soll, befürworten 64 Prozent der Befragten einen Truppenabzug im Jahr 2008. 22 Prozent fordern einen völligen Abzug der amerikanischen Truppen im nächsten Jahr, während nach Meinung von 20 Prozent der Befragten die Truppen nicht reduziert werden sollen, bis dort die Bildung einer stabilen Demokratie gelungen ist.


Nach einem US-Abzug im Irak glauben fast die Hälfte (47 Prozent), dass dort das Ausmaß der Gewalt gleich bleiben würde, während 42 Prozent eine Zunahme und nur zehn Prozent eine Abnahme vermuten. 53 Prozent der Befragten sind ferner der Meinung, dass dem Irak die Ausbildung einer stabilen Demokratie möglicherweise niemals gelingen wird.  


"Bush täuschte Bürger"
Die Umfrage ergab weiters, dass sowohl der amerikanische Präsident als auch das Parlament wenig öffentliches Vertrauen genießen, wenn es um die Fähigkeit geht, mit dem Irak zu verhandeln. Nur fünf Prozent vertrauen der Bush-Regierung, wenn es es darum geht, den Irak-Krieg erfolgreich zu beenden. In diesem Zusammenhang bejahen 60 Prozent die Aussage, dass die Bush-Regierung die Öffentlichkeit in Sachen Irak-Krieg getäuscht habe.


Für das Weiße Haus wird es den Ergebnissen zufolge immer schwieriger, die Zustimmung der Bürger zu einem Krieg im Irak aufrecht zu erhalten.
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