Brown bei Bush

Staatsführer demonstrieren Einigkeit

Ausland
30.07.2007 22:21
Der neue britische Premierminister Gordon Brown hat bei seinem Antrittsbesuch bei US-Präsident George W. Bush eine gemeinsame Initiative für schärfere Sanktionen gegen den Iran angekündigt. Die im Atomstreit mit der Islamischen Republik verhängten Strafmaßnahmen wirkten, sagte Brown bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bush am Montag in Camp David.

Die USA und Großbritannien seien bereit dazu, mit einer weiteren Resolution des UNO-Sicherheitsrates auf eine erneute Verschärfung hinzuwirken. Auch in der Irak-Politik zeigten sich die Politiker einig.

Beobachter hatten mit Spannung darauf gewartet, ob Brown hier vorsichtig auf Distanz zu Bush gehen würde. Brown wies Forderungen nach einer politischen Abgrenzung von Washington jedoch zurück. Die Partnerschaft zwischen beiden Ländern werde "in den kommenden Jahren noch stärker werden", sagte der Regierungschef Brown und legte ein klares Bekenntnis zur Sonderstellung der USA in der britischen Außenpolitik ab. 

Washington "wichtigste Beziehung"
Das Verhältnis zu Washington sei Großbritanniens "wichtigste bilaterale Beziehung", sagte er. Schon in einem Beitrag für die "Washington Post" hatte Brown auf das besondere Verhältnis zu den USA hingewiesen. Er stellte den Kampf gegen den Terrorismus in die Tradition des gemeinsamen Kampfs im Zweiten Weltkrieg.

Der Premier und der Präsident traten Spekulationen entgegen, ihr Verhältnis sei wegen des Einsatzes im Irak gestört. Brown betonte, die britischen Einsatzkräfte würden sich erst dann "aus dem Kampf zurückziehen", wenn die irakische Armee "stark genug ist, sich dieser Bedrohung entgegenzustellen". Es gebe im Irak "Pflichten zu erfüllen und Verantwortungen einzuhalten".

Zuvor hatte sein Sprecher Berichte zurück gewiesen, London wolle bald seine 5.500 verbliebenen Soldaten abziehen. Der US-Präsident machte deutlich, dass er mit dem Beistand der Briten rechne: "Ich habe keine Zweifel, dass Gordon Brown versteht, dass ein Scheitern im Irak eine Katastrophe für die Sicherheit unserer beiden Länder wäre."

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