Bei der Speichelanalyse ist Greiner Bio-One ein revolutionärer Durchbruch gelungen. „Unser einzigartiges System eröffnet neue, interessante Anwendungsmöglichkeiten in der Diagnostik. Speichel wird Blut und Urin zwar nicht ersetzen, ist aber ein Probenmaterial der Zukunft“, erklärt Ingenieur Franz Konrad.
So bringt Greiner Bio-One im Herbst als erstes Unternehmen einen leistungsdiagnostischen Speichel-Laktattest auf den Markt, der in der Sportwelt künftig voll einschlagen soll.
„Ohne unangenehme Blutabnahme überall einsetzbar, einfach zu handhaben, prompte, verlässliche Testergebnisse“, präsentierte Konrad die neueste Innovation dem beeindruckten Alpindirektor des Österreichischen Skiverbandes, Hans Pum, und dessen Slalomtrainer Gert Ehn. Unsere Ski-Asse werden als erste darauf „abfahren“. Wundern Sie sich also nicht, wenn Benni Raich oder Marlies Schild im Winter nach dem Abschwingen im Zielraum in einen Becher spucken…
Die Greiner Bio-One International AG (1200 Mitarbeiter in fünf Ländern) setzt heuer 240 Millionen Euro um. Kräftig investiert wird auch am Standort in Kremsmünster (360 Mitarbeiter). Ab 2008 werden dort täglich 5,5 Millionen Blutentnahmeröhrchen produziert.
Stichwort: Laktat oder auch Milchsäure entsteht als Nebenprodukt der Energiegewinnung von intensiven Belastungen. Durch den Laktat-Test können die Ausdauerleistungsfähigkeit und der Fitnesszustand von Sportlern überprüft werden. Beim Laktattest wird die körperliche Belastung kontinuierlich gesteigert und dabei die Bildung von Laktat im Blut gemessen. Damit lässt sich die individuelle Leistungskurve eines Sportlers erstellen und das Training darauf abstimmen. Nach der bisherigen Methode wird der Testperson etwas Blut abgenommen (aus dem Ohrläppchen oder vom Finger) und durch ein Messgerät der darin enthaltene Anteil von Laktat bestimmt.
Foto: Ewald Schnabl
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