Flüchtlingsdrama
Drei tote Flüchtlinge in Kühllaster bei Venedig
Ein weiterer Flüchtling habe überlebt und wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Die Männer stammten vermutlich aus dem Irak. Unklar war zunächst, ob sie als blinde Passagiere in den Laster kamen oder durch kommerzielle Schlepperbanden.
Auch die genauen Todesumstände sowie die Hintergründe des Dramas blieben zunächst im Dunklen. Es heißt, der tschechische Fahrer habe am frühen Morgen eigenartige Geräusche im Kühlraum seines Lasters gehört und darauf an der Autobahn angehalten. Als er den Laderaum öffnete, habe er den grausigen Fund gemacht und sofort die Polizei alarmiert. Die Flüchtlinge hätten sich zwischen Kisten mit Wassermelonen versteckt.
Nach Angaben des italienischen Fernsehens sind die Männer wahrscheinlich erstickt. Nach ersten Ermittlungen geht die Polizei davon aus, dass sie im Adriahafen von Ancona in den Laster geklettert sind, kurz nachdem dieser auf einer Fähre aus Griechenland Italien erreicht hatte.
Italien gilt als wichtiges Durchgangsland für Flüchtlinge und illegale Einwanderer aus dem Nahen Osten und Afrika nach Europa. Tausende begeben sich in die Hände von Schlepperbande, die sie für 1.000 Dollar und mehr aus Nordafrika über das Mittelmeer nach Süditalien bringen. Als eine weitere Flüchtlingsroute gilt der Weg über Griechenland und den Balkan nach Italien. Viele Migranten sehen Italien aber nur als Transferland und wollen nach Deutschland oder Frankreich.
Symbolbild
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