12.07.2007 17:00 |

80 Verletzte

Sieben Läufer bei Stierhatz aufgespießt

Die traditionelle Stierhatz in Pamplona hat am Donnerstag einen der blutigsten Läufe der vergangenen Jahre erlebt: Fast 80 Menschen wurden verletzt. Gleich sieben Teilnehmer wurden von den bis zu 600 Kilo schweren Stieren auf die Hörner genommen und schwer verletzt. Am schlimmsten traf es einen 42 Jahre alten Spanier, der einen Hornstoß in die Brust erlitt, und einen 23-jährigen Mexikaner, der im Bauch aufgespießt wurde. Ihr Zustand sei sehr ernst, hieß es.

Auch ein weiterer Spanier, zwei US-Bürger, ein Norweger und ein Pole nahmen die Kolosse auf die Hörner. Mehrere der Schwerverletzten wurden Opfer eines einzigen, besonders angriffslustigen Stieres namens "Universal". Er blieb mehrfach stehen und ging gezielt auf einzelne Teilnehmer los. Entsprechend lang war auch der Lauf: Er dauerte rund sechs Minuten, fast drei Mal so lang wie üblich.

Bei dem von Tierschützern kritisierten Spektakel werden noch bis zum 14. Juli jeden Morgen sechs Kampfstiere und sechs zahme Leitochsen durch die Gassen der Altstadt bis in die Arena gejagt. Waghalsige junge Männer, die "mozos", laufen dabei vor den Tieren her. Als einzige "Waffe", um diese von sich fern zu halten, ist eine zusammengerollte Zeitung erlaubt. Abends werden die Kampfstiere dann in der Arena von den "Toreros" getötet.

Seit 1924 sind bei den traditionellen Stiertreiben ("encierros") 14 Läufer ums Leben gekommen, zuletzt 2003 ein 62-jähriger Spanier. Das Spektakel ist der Höhepunkt des Volksfestes zu Ehren von Pamplonas Schutzpatron San Fermín. Es wurde durch Ernest Hemingways Roman "Fiesta" (1926) weltbekannt.

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