Brand in AKW
Deutsches Atomkraftwerk nach Feuer abgeschaltet
Weder das Gebäude noch der Reaktor selbst seien durch den Brand betroffen worden. Für die Bevölkerung habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr bestanden, Radioaktivität sei nicht ausgetreten. Zuvor hatte es im Kraftwerk Brunsbüttel bereits eine Reaktorschnellabschaltung nach einem Netzproblem gegeben.
Nach dem Jahresbericht des deutschen Umweltministeriums hat es 2006 in Krümmel die meisten "meldepflichtige Ereignisse" - nämlich 15 - gegeben. Meldepflichtig sind auch schon kleine Zwischenfälle wie der zeitweilige Ausfall von Pumpen oder Stromsystemen. Immer wieder wurde über einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Atomkraftwerk der in der Umgebung von Geesthacht festgestellten Häufung von Leukämie-Erkrankungen diskutiert. Mehrere wissenschaftliche Studien konnten bisher nicht den Nachweis für einen Zusammenhang erbringen.
Deutsche Grüne fordern umfassende Aufklärung
Die deutschen Grünen haben den Brand als Beleg für die Risiken der Technologie gewertet und umfassende Aufklärung gefordert. "Der Vorfall darf nicht heruntergespielt werden", erklärte Parteichef Reinhard Bütikofer in Berlin. Das Atomkraftwerk Krümmel wird von den Konzernen Vattenfall Europe und E.ON betrieben.
Schweizer Atomkraftwerke sind laut einer neuen Studie stärker bei Erdbeben gefährdet als bisher angenommen. Zu diesem Schluss kommt die Schweizer Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen. Die Aufsichtsbehörde des Bundes empfiehlt deshalb für die fünf Schweizer Atomkraftwerke eine Nachrüstung zur Verbesserung der Erdbebensicherheit.
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