26.06.2007 09:40 |

Drogen-Bericht

200 Millionen Menschen nehmen Drogen

Vorbeugung und Hilfe für Süchtige sind nach Ansicht der UNO die wichtigsten Maßnahmen im Kampf gegen den weltweiten Drogenhandel. Die größte Herausforderung bei der Drogenkontrolle sei es, die Nachfrage zu reduzieren, erklärte UN-Generalsekretär Ban aus Anlass der Veröffentlichung des Weltdrogenberichts 2007.

"Wenn die Nachfrage sinkt, verringert sich auch das Angebot. Dadurch gäbe es weniger Anreize für Kriminelle, mit Drogen zu handeln." Gleichzeitig müsse die internationale Gemeinschaft den Produzenten illegaler Anbaupflanzen helfen, "zulässige, existenzfähige Alternativen" zur Existenzsicherung zu finden.

200 Millionen Menschen nehmen Drogen
Rund 200 Millionen Menschen zwischen 15 und 64 Jahren nehmen Drogen, das sind 4,8 Prozent der Weltbevölkerung, wie aus dem vom "Büro der Vereinten Nationen für Drogen und Verbrechen" (UNODC) erstellten Weltdrogenbericht hervorgeht. Bei 25 Millionen Drogenkonsumenten habe der Konsum ein "problematisches Stadium" erreicht, sagte UNODC-Chef Costa.

Koka-Anbauflächen zurückgegangen
Bei Kokain, Heroin, Cannabis und Amphetaminen sei mit Blick auf Produktion, Schmuggel und Konsum insgesamt eine "Stabilisierung" zu verzeichnen, sagte Costa. Die Anbauflächen für die Koka-Pflanze, aus der Kokain gewonnen wird, seien von 2000 bis 2006 um 29 Prozent zurückgegangen. Im größten Koka-Produktionsland Kolumbien, ging die Fläche sogar um 52 Prozent zurück.

Kokain-Menge blieb annähernd gleich
Wegen verfeinerter Produktionsmethoden blieb aber die Menge des hergestellten Kokains annähernd gleich, 984 Tonnen wurden 2006 produziert. Mit rund 160 Millionen Konsumenten weltweit ist Cannabis immer noch die am weitesten verbreitete Droge.

90 Prozent des weltweiten Opiums aus Afghanistan
Die Opium-Produktion erreichte im vergangenen Jahr mit 6.610 Tonnen einen neuen Rekordwert. Wie aus dem UNO-Drogenbericht hervorgeht, stammen mittlerweile mehr als 90 Prozent der weltweiten Opium-Menge aus Afghanistan.