Mord aus Armut

Inder bittet um Recht auf Tötung seiner Töchter

Ausland
25.06.2007 15:12
Weil ihm der Staat kein Pflegegeld bezahlen kann, will ein verzweifelter indischer Vater die Erlaubnis der Regierung, um seine behinderten Töchter töten zu können. Der Mann hat einen Brief an Indiens Präsidenten Abdul Kalam geschrieben, mit der Bitte ihm Straffreiheit zu gewähren. Er habe keine andere Möglichkeit mehr, flehte der 71-jährige Mann.

Dem Indian Express“ zufolge, schrieb der Mann in seinem bizarren Bittgesuch, er und seine Familie bräuchten zum Überleben nur etwa 3000 Rupien (umgerechnet 55 Euro) im Monat. Die bekäme er aber von Vater Staat nicht.

Nach zahlreichen Anträgen hätten ihm die Behörden im Bundesstaat West Bengal lediglich eine Behindertenpension in Höhe von 500 Rupien (umgerechnet 9 Euro) angeboten - für bloß eine Tochter! Die zweite Frau könne keine Unterstützung bekommen, weil zwei Mitglieder einer Familie nicht Pflegegeldbezieher sein könnten, so das Amt. 

Für seine gelähmten und geistig behinderten Töchter im Alter von 36 und 41 gibt es somit keine medizinische Betreuung. Die beiden Frauen verbringen den Großteil des Tages liegend auf dem Lehmboden vor der armseligen Hütte der Familie, heißt es in dem Bericht. Die Behörden in dem Bundesstaat kündigten an, die Angelegenheit zu „überprüfen“.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
25.06.2007 15:12
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung