„Wir haben das Haus kindersicher gemacht. Wer denkt an so was. Ich mach´ mir solche Vorwürfe“, war Helene H. (67) Samstag Nachmittag, wenige Stunden nach dem Unglück, geschockt. Die Oma wollte mit Tabea Ch. einkaufen fahren. Sie setzte das Mädchen hinten in den Kindersitz, holte dann ihre Jacke aus dem Haus. Inzwischen kletterte die Kleine - sie war noch nicht angeschnallt - auf den Fahrersitz. Als die Großmutter wieder in die Garage kam, erschrak sie: Am Schoß der Enkelin glomm ein Zündholz. Die Streichhölzer hatte Tabea aus dem Handschuhfach geholt. Sie lagen dort, um Feuer bei Friedhofsbesuchen zu haben.
Dann Schock und Panik: Der Wagen war von innen verschlossen! Die Oma sah, wie das Kleidchen zu brennen anfing. Helene H. lief ins Haus, weckte den Vater, holte den Reserveschlüssel. Sofort riss sie die Tür auf, drückte die brennende und in Panik schreiende Tabea ganz fest an ihren Oberkörper - erstickte so die Flammen. Die Familie raste zum Arzt - Tabea hatte schwere Verbrennungen an Oberschenkeln, Händen und im Gesicht erlitten. Sie liegt in der Kinderklinik Linz auf der Intensivstation im Tiefschlaf, damit sie keine Schmerzen hat. Keine Lebensgefahr!
Symbolfoto
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