„Alle Koffer waren durchsucht, bei mir fehlten Banknoten und eine Digitalkamera“, ärgert sich eine 70-jährige Welserin, dass eine Flussreise von der Krim nach Kiew so endete. Daheim hatte man bemerkt, dass die Schlösser fehlten. „Wir haben zuerst gedacht, dass nur rücksichtslos mit den Koffern hantiert wurde. Erst beim Öffnen haben wir gesehen, dass alles durchwühlt war“, so die Pensionistin. Offene Kosmetik-Flaschen lagen auf den Kleidern, der Inhalt war auf der Wäsche verteilt. „Eine Bekannte hatte Geld in den Fläschchen versteckt. Sie haben alles gefunden“, so die Bestohlene.
Passiert dürfte der Coup am Flugplatz in Kiew sein, in der Zeit vom Einchecken der Koffer bis zum Abflug. In Verdacht: Personal, das Zugang zum Gepäck hat. „Wir haben alles angezeigt, aber ich glaube nicht, dass es etwas bringt“, ist die 70-Jährige realistisch. Künftig will sie jedenfalls alle Wertsachen als Handgepäck mit ins Flugzeug nehmen.
Symbolfoto: Christof Birbaumer
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