Flirt mit Folgen
17-Jähriger nach Flirt mit 13-Jähriger in Haft
In einer Verbalnote habe Deutschland die türkische Regierung inzwischen offiziell aufgefordert, den jungen Mann zu einer für den 6. Juli angesetzten Verhandlung vorzeitig freizulassen, sagte der Außenamtssprecher. Türkische Richter hatten die Freilassung gegen Zahlung einer Kaution bereits einmal abgelehnt. In dem Schreiben seien das Gericht und die Regierung in Ankara noch einmal auf die besondere humanitäre Dimension des Falles hingewiesen worden, so der Sprecher.
Katastrophale Haftbedingungen
Die Haftbedingungen in der Türkei gelten als katastrophal. Der 17- Jährige muss sich mit 30 anderen ausländischen Gefangenen eine Zelle, eine Dusche und eine Toilette teilen. Seine Eltern darf er nur einmal in der Woche durch eine Glasscheibe hindurch sehen. Das Generalkonsulat in Antalya setze sich vor Ort für ein erweitertes Besuchsrecht ein, sagte der Sprecher.
Zu der derzeitigen Unterbringung gebe es außer einer Haftverschonung derzeit keine Alternative. Alle Beteiligten seien überein gekommen, dass eine Zusammenlegung mit jugendlichen Straftätern oder Schwerkriminellen aus der Türkei nicht in Frage käme.
Den Umständen entsprechend befinde sich der 17-Jährige in einer guten körperlichen Verfassung, hieß es vom Auswärtigen Amt. Er sei nicht krank und habe die Möglichkeit, sich zusätzliches Essen zu kaufen.
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