„Wir sind voll ausgebucht, jetzt vor den Zeugnissen gibt es einen Riesenansturm“, berichtet Agnes Lang, Leiterin der oö. Schulpsychologen. Alle Mitarbeiter sind zwar 40 Stunden pro Woche im Einsatz, bei nur 24 Psychologen an sieben Stellen in ganz Oberösterreich ist es aber schwer, den vielen Anfragen nachzukommen: „Auf 10.000 Schüler kommt einer unserer Mitarbeiter. Kein Wunder, wenn wir jetzt bis zu drei Wochen Wartezeit haben“, seufzt Lang. Krisenfälle hätten aber Vorrang.
Im Jahr 2006 wurden 2900 Schüler wegen psychischer Probleme betreut, insgesamt gab es 11.264 Kontakte. Derzeit bemüht man sich, die Gespräche eher knapp zu halten, um die Warteliste zu verkürzen. Das geht auf Kosten der Qualität, weshalb sich viele Eltern mit ihren Kids lieber an Private wenden im Gegensatz zu der kostenlosen Beratung der offiziellen Schulpsychologen heißt es dabei aber, tief in die Tasche greifen. Etwa 100 Euro zahlt man für eineinhalb Stunden Beratung bei Privatärzten.
Foto: Chris Koller
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