Der Landes-Vize zitiert den Linzer Uni-Professor Dr. Heinz Keinert, der „Hinweise zur Energie-AG-Privatisierung“ verfasste: „Auch in der Wirtschaftspolitik gibt es ,Moden´ - früher die Verstaatlichtenmode, jetzt die Privatisierungsmode aufgrund schieren Geldbedarfs.“ Unbestritten sei, dass sich ein privater Investor nicht ebenso verhält wie die öffentliche Hand, die auf alle Energieverbraucher und Wähler Rücksicht nehmen müsse.
Dann analysiert Keinert die Stufen der Beteiligungen: Mit einer reinen Sperrminorität von 25 Prozent plus einer Stimme lasse sich in einem Unternehmen nur das „Ärgste“ verhindern, aber nichts aktiv gestalten. Eine einfache Mehrheit (50 % + 1) erlaube auch nur einfache laufende Entscheidungen. „Jede größere Änderung, wie sie ein dynamisches Wirtschaftsleben jederzeit erfordern kann, verlangt hingegen eine qualifizierte Mehrheit von mindestens 75 Prozent“, doziert der Professor: 51 Prozent seien für Satzungsänderungen, Umstrukturierungen und sämtliche Kapitalmaßnahmen zu wenig.
„Fazit: Einfache Mehrheit bringt nicht viel, nämlich nichts bei wichtigen Maßnahmen.“
Foto: rubra
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